
Wartung & Heizungswasser
Eine Anlage, die gewartet wird, hält länger, verbraucht weniger und fällt seltener aus. Wir übernehmen die Wartung für Heizung, Wärmepumpe und Klimaanlage und prüfen dabei auch das, was sonst niemand anschaut: die Qualität Ihres Heizungswassers.
Was Sie von uns bekommen
Warum Wartung sich rechnet
Eine ungewartete Anlage verliert schleichend an Wirkungsgrad, ohne dass es jemandem auffällt. Verschmutzte Wärmetauscher, falsch eingestellte Regelungen und ein zu niedriger Anlagendruck kosten über die Jahre mehr, als die Wartung je gekostet hätte. Dazu kommt der Garantieaspekt: Viele Hersteller knüpfen ihre Gewährleistung an eine dokumentierte jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb. Wer darauf verzichtet, steht im Schadensfall schlechter da. Und schließlich fallen Anlagen selten im Sommer aus, sondern beim ersten Frost. Die Wartung im Spätsommer oder Herbst ist die günstigste Versicherung gegen einen Notdiensteinsatz mitten im Winter.
Was wir bei der Wartung prüfen
Bei Heizungen kontrollieren wir Wärmeerzeuger, Regelung, Umwälzpumpe, Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil und den Anlagendruck, reinigen die relevanten Bauteile und stellen die Anlage neu ein. Bei Wärmepumpen kommen Kältekreis, Verdampfer, Kondensator und die Betriebsdaten der letzten Saison dazu, denn erst die zeigen, ob die Anlage so effizient läuft, wie sie ausgelegt wurde. Bei Klimaanlagen reinigen wir Filter und Verdampfer und führen die vorgeschriebene Dichtheitsprüfung durch. Sie bekommen anschließend ein Protokoll, das Sie im Garantiefall vorlegen können.
Heizungswasser nach VDI 2035, das übersehene Thema
Das Wasser in Ihrer Heizung ist kein Leitungswasser, sondern ein Betriebsmittel mit definierten Anforderungen. Die VDI 2035 legt fest, wie es beschaffen sein muss, damit weder Kalkstein noch Korrosion entstehen. Wird die Anlage einfach mit Leitungswasser befüllt, fällt die im Wasser gelöste Härte an den heißesten Stellen aus, also genau dort, wo die Wärme übertragen werden soll. Schon wenige Millimeter Belag auf dem Wärmetauscher verschlechtern die Wärmeübertragung deutlich und treiben den Verbrauch. Parallel greift ein falscher pH-Wert die Metalle im Kreislauf an, gelöstes Eisen und Kupfer setzen sich als Magnetit ab und blockieren Pumpen und Ventile. Bei Wärmepumpen wiegt das besonders schwer, weil sie mit kleinen Temperaturdifferenzen arbeiten und auf saubere Wärmeübertragung angewiesen sind.
So läuft die Aufbereitung ab
Wir entnehmen eine Probe und messen Leitfähigkeit, pH-Wert und Härte. Liegen die Werte außerhalb des zulässigen Bereichs, entsalzen wir das Heizungswasser über eine Vollentsalzungspatrone, stabilisieren den pH-Wert und dokumentieren die Werte im Anlagenbuch. Das lässt sich im laufenden Betrieb machen, ein Ausbau von Bauteilen ist nicht nötig. Bei jeder Folgewartung prüfen wir die Werte erneut, damit die Aufbereitung nicht einmalig bleibt, sondern über die Lebensdauer der Anlage trägt. Wir bieten das als Zusatz zu jeder Wartung an, unabhängig davon, wer die Anlage eingebaut hat.
Grenzwerte nach VDI 2035
Stand 27.07.2026, VDI 2035 in der Fassung von März 2021- Elektrische Leitfähigkeit
- < 100 µS/cmElektrische LeitfähigkeitBei salzarmer Fahrweise. Darüber steigt das Korrosionsrisiko im Kreislauf deutlich.
- Zulässiger pH-Wert
- 8,2 bis 10,0Zulässiger pH-WertSind Bauteile aus Aluminium verbaut, gilt der engere Bereich von 8,2 bis 9,0.
- Höchste zulässige Gesamthärte
- 16,8 °dHHöchste zulässige GesamthärteNur bei Anlagen unter 50 kW mit kleinem spezifischem Volumen. Mit steigender Leistung sinkt der zulässige Wert stark, bei großen Anlagen bis unter 0,11 °dH.
- Prüfung pro Jahr
- 1 ×Prüfung pro JahrWir messen die Werte bei jeder Wartung und dokumentieren sie im Anlagenbuch.
Quellen: VDI 2035, Grenzwerte im Überblick
Orientierungswerte. Maßgeblich ist die Richtlinie selbst, dazu die Einbauvorgaben Ihres Anlagenherstellers. Die zulässige Härte hängt zusätzlich vom spezifischen Anlagenvolumen ab, deshalb messen wir vor Ort statt zu schätzen.
Häufige Fragen
Einmal im Jahr, am besten vor der Heizsaison. Bei Gas- und Ölanlagen ist das auch Voraussetzung dafür, dass Herstellergarantien greifen. Wir erinnern Sie an den Termin, damit Sie ihn nicht selbst im Blick behalten müssen.
Die VDI 2035 ist die Richtlinie für die Beschaffenheit von Heizungswasser. Sie soll Kalkstein und Korrosion verhindern. Betroffen ist praktisch jede Warmwasser-Heizungsanlage. Viele Hersteller setzen die Einhaltung inzwischen für ihre Gewährleistung voraus, gerade bei Wärmepumpen.
Typische Anzeichen sind steigender Verbrauch ohne erkennbaren Grund, gluckernde oder ungleichmäßig warme Heizkörper, häufiger Druckverlust oder eine Pumpe, die auffällig oft blockiert. Sicherheit gibt aber nur die Messung, die machen wir im Rahmen der Wartung.
Ja. Beim ersten Termin nehmen wir die Anlage auf und dokumentieren sie, danach läuft die Wartung wie bei jedem anderen Kunden. Auch die Heizungswasser-Aufbereitung lässt sich jederzeit nachholen.
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